Km 0 – Inicio
Wir verlassen Estella über die Straβe “San Nicolás”, entlang des Flussufers des Ega; und verabschieden uns von dem majestätischen „Palacio de los Reyes de Navarra“ (Königsschloss) und der Sankt Petrus- Kirche. Entlang der Landstraβe werden wir auf eine Tankstelle stoβen; eine Skultur an einem Rondell (rotonda), wird unser Bezugspunt sein, um nach rechts auszuweichen. Nur ein einhalb Kilometer weiter erreichen wir das “Señorío Eclesiástico de Ayegui” (kirchliches Herrenhaus).
Wir gehen auf die Suche des bekannten “Brunnens des Weines” von Irache. Aber bevor wir dort ankommen, müssen wir einen anderen hinter uns lassen, an diesem finden wir die Ortsbestimmung der Herberge dieser Stadt. Erneut gehen wir auf die Staatsstraße zu, um nach einer kurzen Strecke, unseren Durst an einem zum kostenlosen Gebrauch installierten Doppel-Hahn zu löschen- und mit unseren Weggefährten anzustoβen. Wir haben die Wahl: aus einem sprieβt frisches Wasser, aus dem anderen flieβt Wein aus den eigenen Kellereien Iraches. Nach diesem obligatorischen Halt, wenden wir uns einem der wichtigsten Kloster Navarras zu: Das “Monasterio medieval de Irache” (mittelalterlich). Im Laufe der Zeit hat es eine Vielzahl von Wanderern aufgenommen, da es -wie auch viele andere Kloster- ein Hospital für Pilger gewesen ist (tatsächlich, das erste Navarras). Seine Mauern waren auch stiller Zeuge der Schrecken des Krieges, als Krankenanstalt während der carlistischen Auseinandersetzungen. Ebenfalls hatte sich dort im Nachhinein eine Universität niedergelassen, bis es schlieβlich in ein Kloster verwandelt wurde. Wir sollten die Gelegenheit nutzen, eine der wichtigsten mittelalterlichen Bauten der Gemeinde Navarras zu bewundern.
Wir nehmen erneut den Weg auf und finden zwei Optionen vor: Die erste, kürzere, durchquert geradeaus die “Laderas de Montejurra” (Berghang) über ein bewaldetes Gebiet bis nach Luquin; die zweite geht über die Abzweigung nach rechts bis nach Azqueta und Villamayor de Monjardín. Diese letztere ist die von der Mehrheit der Pilger gewählte Originalroute, aus diesem Grund nehmen wir die Abzweigung. Hier gelangen wir erneut an die N-111, überqueren diese, und marschieren weiter einen sekundären Weg entlang; zwischen einem Campingplatz und einer Wohnsiedlung. Mit Ausnahme der Kreuzung der Landstraβe nach Igúzquiza, verstreicht die restliche Strecke bis nach Ázqueta über Landwege und Kernel-Felder, deren stetige Unebenheiten eine Herausforderung für unsere Beine darstellen.
Haben wir unseren Trekking- oder Spazierstock zu Hause vergessen, ist Pablo Sanz Zudaire da (auch als “Pablito el de las Varas” bekannt), um uns netterweise einen zu unserer Verfügung zu stellen- und uns alles über Tricks zu erklären, wie ein Haselstrauch- Gehstock handzuhaben ist. Eine “Wissenschaft”, die uns ermöglichen wird, den Rest des Weges in optimalen Konditionen zu bestehen. Seine Erfahrung ist kein Zufall, denn er wird als eine der ersten Personen angesehen, die den Jakobsweg -um die sechziger Jahre herum- mit dem Fahrrad gemacht haben. Seitdem hat er so oft, sowohl zu Fuβ als auch auf Rädern wiederholt, dass er nicht einmal mehr genau weiβ, welches die genaue Anzahl ist. Wir verabschieden uns von Pablo und machen uns erneut auf unseren Weg, an Industriehallen vorbei und dann zwischen Weinbergen nach links, in Richtung Villamayor de Monjardín.
Bevor wir in Villamayor de Monjardín ankommen, können wir unseren Durst an der “Fuente de los Moros” löschen, einem Brunnen, der seit dem XIII. Jahrhundert den Pilgern, die auf diesen Gipfel steigen, zu trinken gibt. Jetzt sollten wir einen Halt machen, sowohl um uns mit Proviant auszustatten (bis zum Ende der Etappe werden wir keine weitere Möglichkeit dazu finden), als auch um eines der Schmuckstücke des Weges zu besichtigen: Die Sankt Andreas- Kirche. Im Inneren diesen Tempels aus dem XII. Jahrhundert befindet sich ein beeindruckendes, in Silber gefertigtes Prozessions-Kreuz. Obwohl sein romanisches Portal mit Kapitellen, das der Schlacht zwischen Carlomagno und einem Prinzen Navarras gedenkt, auch sein Äußeres in eine architektonische Schönheit verwandelt. Hoch im Dorf befinden sich die Ruinen des Antiken Schlosses “San Esteban de Deyo”, als “Nationalerbe von Touristischem Interesse” ausgezeichnet.
Wir verabschieden uns von der mittelalterlichen Kleinstadt zwischen Weinbergen und abfallenden Hängen, die uns den Weg über unendliche Ackerfelder und sekundäre Landstraβen eröffnen. Ein etwas mehr als zwei Stunden langer Marsch erwartet uns; wir müssen also geduldig mit der etwas monotonen Landschaft sein. Bevor wir in Los Arcos ankommen, können wir in einer Cafeteria mit dem Namen “La Flecha Amarilla”, wo kalte Getränke, Sandwiches und sogar Tellergerichte (während der Hauptsaison, normalerweise von April bis Oktober) serviert werden, haltmachen.
Nur ein einhalb Stunden Weg entfernen uns von los Arcos, Ortschaft die wir über ihre Haupstraβe (Calle Mayor) erreichen. Auf dem “Santa Maria”- Platz können wir ein wenig rasten und die Kirche desselben Namens besuchen. Für einige wird die diese Etappe hier ein Ende finden, aber viele andere werden Kräfte schöpfen um bis nach Torres del Río fortzufahren. Nachdem wir das Portal “De Castilla” durquert haben, nehmen wir die Brücke über den Fluss Odrón und marschieren weiter entlang eines der N-111 parallelen Pfades. Circa drei Kilometer weiter, wenn das Signal- Schild uns auf die Abzweigung aufmerksam macht, nehmen wir diese nach rechts bis zum “Regato de San Pedro”, und erreichen auf diese Weise Sansol über die Landstraβe.
Nach einem kurzen Abstieg, kommen wir nach Torres del Río, wo sich zwischen ihren mittelalterlichen Straβen die “Santo Sepulcro”- Kirche (heilige Grabstätte) befindet. Man glaubt, dass sie über einen Leuchtturm verfügte, der die Pilger seit dem XII. Jahrhundert führte; und von den Tempelrittern erbaut worden sein könnte. So beenden wir unseren heutigen Tagesmarsch.
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