Km 0 – Inicio
Wir lassen Arzúa hinter uns, gehen die gepflasterte „Rúa do Carmen“ hinab und gelangen auf einen Kiesweg. Sobald wir den Weg zu unserer linken Seite nehmen, verlassen wir die Ortschaft und gehen dem „Brunnen der Franzosen“ zu. Im Vorbeigehen überqueren wir den Fluss Vello und erreichen den Ort As Barrosas, der seinen Namen der Leichtigkeit verdankt, mit der die Erde bei Regenwetter zu Schlamm wird. Hier finden wir die schöne Sankt Lazarus- Kapelle.
Wir setzen unseren Abstieg durch eine ländliche Umgebung vollkommener Ruhe fort, und treffen in dieser Stille auf den Fluss Brandeso, einen Nebenfluss des Iso. Nachdem wir zwei Kilometer bergab gewandert sind, müssen wir jetzt wieder einen Aufstieg nehmen. Während wir bergauf gehen, kommen wir an eine Weg- Gabelung, an der uns ein Pilger- Meilenstein anzeigt, dass wir uns auf dem Weg in die Pfarrgemeinde von Preguntoño nach links halten müssen. Hier erwartet uns die „San Paio“- Wallfahrtskapelle, die aus dem XVII. Jahrhundert datiert.
Nachdem wir das Dorf verlassen haben, durchqueren wir einen Tunnel, der unterhalb der Nationalstraße verläuft. Anschließend wandern wir weiter nach A Peroxa, von wo aus wir -erneut bergab- dem Fluss Ladrón entgegengehen. So kommen wir erneut an einen Aufstieg, über den wir Taberna Vella erreichen. Nachdem wir diesen Ort hinter uns gelassen haben, gelangen wir schließlich an das letzte Dorf der Pfarrgemeinde Burres, von wo aus wir in die Gemeinde (concello) O Pino übergehen; die letzte, bevor wir in Santiago eintreffen. Zunächst heißt uns ein kleines Dorf namens Calle willkommen, wo wir über Pflastersteine spazieren, um später zu den Waldwegen zurückzukehren. Nachdem wir den Bach Languello überquert haben, kommen wir zuerst am Ort Boavista vorbei und erreichten dann den Ort Salceda, und somit einen Wendepunkt für den Wanderer: von jetzt an werden sich die bequemen Waldwege und die ländliche Umgebung mit Strecken entlang der Nationalstraße abwechseln.
Bevor wir den nächsten Bevölkerungskern unserer Etappe erreichten, trennen wir uns momentan vom Asphalt und biegen rechts in einen Weg ab, der uns über einen leichten Anstieg an einer dem Pilger William Watt gewidmeten Gedenktafel vorbei führt (er starb während seiner Pilgerschaft an dieser Stelle). Wir kommen in der Ortschaft O Xen an, einem winzigen -in Übereinstimmung mit den vorherigen- sehr zerstreuten Bevölkerungsern, und treffen erneut auf die Nationalstraße. Diese müssen wir (auf relativ unsichere Weise) überqueren, um in die Nähe von Ras zu gelangen, Ort, der wie O Xen zur Pfarrgemeinde San Miguel de Cerceda gehört. Die Pilger, die sich auf dem Weg im Norden für den Verlauf über O Pino entscheiden, vereinen sich an dieser Stelle mit denen des französischen Weges.
Wir setzen den Marsch parallel zur Nationalstraße fort, um den Aufstieg nach O Empalme zu erreichen, wo wir einen kuriosen Picknickbereich und eine große Darstellung des „Pelegrín“ finden können; Maskottchen, das zum Gedenken des Jakobinischen Jahres 1993 entworfen wurde. Wir überqueren die Straße, und durchqueren das Dorf, um den Abstieg zwischen Eukalyptus- Bäumen anzugehen und nach einem kurzen Marsch, erneut die Nationalstraße anhand eines Tunnels zu bewältigen. Hier finden wir, nur 3 Kilometer von O Pedrouzo entfernt, die „Santa Irene“- Kapelle. Santa Irene -durch den Verlauf der Landstraße dividiert- verfügt über zwei Herbergen (eine auf jeder Straßenseite), eine öffentliche und eine private. Es ist ein idealer Ort für diejenigen, die mit letzten Kräften O Pedrouzo erreichen: Von Eukalyptus- Bäumen umringt, können wir hier eine Ruhe genießen, die es uns ermöglicht, die notwendige Energie „zu tanken“, um fortzufahren.
Durch den üppigen Laubwald steigen wir in die Ortschaft A Rúa hinab, wo uns ihre Steinhäuser empfangen, und ermutigen, jetzt nicht aufzugeben: Es trennen uns nur noch eineinhalb Kilometer von unserem Ziel. Wir verlassen diesen bezaubernden Ort, in dem wir sogar ein Touristenbüro finden, und setzen unseren Marsch entlang eines asphaltierten Weges fort, der uns an den Rand der N-547 führt. Um O Pedrouzo zu erreichen, meistern wir unseren letzten Anstieg mit dem Gedanken, dass bereits morgen der große Tag ist.
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Polizei, medizinische Versorgung, Sehenswürdigkeiten, Restaurants…